Nachlese: KJA №1 2016

Die gestrige KJA-Sitzung war die erste in diesem Jahr und für mich seit einer Weile, da ich nach der Sommerpause vertreten wurde. Mittlerweile sitze ich auch am Rand (wenn man in den Raum kommt auf der rechten Seite) und nicht mehr in der Mitte.

Interessante Punkte im öffentlichen Teil waren:

Ö 3: Kindertagesstättenbedarfsplanung 2016/17
Ö 5: Skateanlage Kaiser-Friedrich-Park
Ö 7: Investorenmodell Eisenbahnweg „Guter Freund“ – Übernahme Trägerschaft
Ö 9: Mitteilungen der Verwaltung: – Aktuelle Situation im Bereich der UmA (Unbegleitete minderjährige Ausländer)

Bei Ö3 dem wichtigsten Punkt des Tages, ging es um die neuen Planzahlen im Bereich U3 & Ü3. Zuerst gab es eine kurze Präsentation seitens der Verwaltung, um die aktuellen Rahmenbedingungen vorzustellen. Im Anschluss wurde etwas diskutiert.

Aus der Präsentation ging heraus, wie bereits ein Tag vorher in der Presse berichtet wurde, dass der U3-Ausbau etwas an Tempo verloren hatte. Gründe dafür waren einerseits (erfreulicherweise) der Anstieg der Geburten in Aachen und andererseits (auch erfreulicherweise) der angestiegene Bedarf durch den „Zugewinn“. Ich fand es sehr schön, dass die Verwaltung hierfür den Begriff „Zugewinn“ nutzte (anstelle von Flüchtlingen).

Außerdem wurde darauf hingewiesen, dass gerade durch den angestiegenen Bedarf die Quote von 50 % nicht erreicht werden würde, wenigstens nicht im Jahr 2017, welches als Ziel gesetzt wurde. Momentan liegt die Versorgungsquote bei 43,96 %.

Bei den Geburten ist folgende Aussage wichtig: 100 Geburten entsprechen ca. 1,5 % bei der Versorgungsquote. Was den „Zugewinn“ anbelangt, ist jedoch leider keine Prognose möglich, da hier nicht klar ist, wie hoch der „Zugewinn“ in der Zukunft aussieht.

Nachdem Vortrag war meine Frage, wie viele Plätze der 50 zusätzlich eingeplanten U3-Plätze in der Kindertagespflege aus dem letzten Jahr (auch in diesem Jahr wurden weitere 50 Plätze eingeplant) tatsächlich realisiert werden konnten. Hierzu konnte die Verwaltung noch keine Aussage machen, da diese 50 eingeplanten Plätze aus dem letzten Jahr noch eingerichtet werden würden. Erfreuchlich war aber dann, dass die Verwaltung mitteilen konnte, dass in Zukunft die Qualifizierung neuer KTPs günstiger ausfallen werde, da man Mittel vom Bund sichern konnte.

Am Ende der Diskussion gab ich noch ein Plädoyer für die KTPs ab, denn jeder Vierte U3-Platz wird in der Kindertagespflege realisiert und wenn wir die KTPs aus den Augen verlieren wird es schwer (auch mit neuem Kita-Bau) die Quote zu erreichen. Ich hoffe ich werde diesen Kommentar in der nächsten Niederschrift vorfinden können.

Hier noch eine wichtige Info zu allerletzt: Bei dem Neubau dauert es bestenfalls 2 Jahre „von Beschluss bis das erste Kind druch die Pforte geht“.

Der Punkt Ö5 wurde zurückgestellt und die Verwaltung beauftragt, die Machbarkeitsstudie eventuell extern zu vergeben, damit die Sache nicht mehrere Jahre unbearbeitet bleibt. (Presse dazu hier und hier.)

Punkt Ö7 hatte eine Überraschung parat: Die SPD schlug vor, die Trägerschaft der AWO zu übergeben.giphy2

Und dies obwohl es bei einem Mitbewerber (educcare) weniger kosten würde. Deshalb war auch in der ursprünglichen Verwaltungsvorlage der Name von educcare eingetragen, weil die Verwaltung nur nach fiskalischen Gründen diesen potentiellen Träger aussuchte. Es wurde seitens der SPD jedoch argumentiert, dass (dort ist bereits ein Seniorenheim der AWO) durch den Austausch zwischen der AWO-Kita und des AWO-Seniorenheims eine gewisse „Generationenbrücke“ hergestellt werden kann und dies die Stadt (jährlich) ja „nur“ 8.000 Euro mehr kosten würde, was sich in diesem Fall lohnenswert wäre. (Presse dazu hier und hier.)

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Wenn wir uns nochmals die Sparvorschläge der Kämmerin für einen genehmigungsfähigen Haushalt ins Gedächtnis rufen, machten diese insgesamt 153.000 Euro aus. Diese „Mehrkosten“ machen mehr als 5 % aus. Nur mal so nebenbei.

Kurze Mitteilung der Verwaltung im Punkt Ö9: In Aachen sind momentan (Stand 16.02.2016) 600 UMFs und 45 UMAs. Die Zahlen ändern sich täglich und von Anfang des Jahres bis gestern war die Zahl der UMAs auch mal auf 115 gestiegen.

Es gibt wieder kein Abstimmungsverhalten, da ich nur beratendes Mitglied im KJA bin und nicht stimmberechtigt bin.

bis denne!

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