Forderungen KTPs

[Bemerkung: Ich habe diesen Post seit dem 25. Oktober 2015 als Entwurf abgespeichert und habe auf die Gerichtsentscheidung gewartet. Hier der Post, mit den (noch) relevanten bzw. dringenden Punkten.]

Im Post über die U3 Plätze in Aachen habe ich bereits über das Problem des Zuzahlungsverbotes der KTPs gebloggt. Ich möchte nun einen separaten Post den Problemen und den dazu gestellten Forderungen der KTPs widmen.

Bevor ich die Forderungen aufliste, sollte darauf hingewiesen werden, dass in Aachen der Verein „Familiäre Tagesbetreuung e.V.“ (FTb) die Vermittlung der Betreuungsplätze und die Qualifizierung der KTPs übernommen hat. Ich hatte bereits in einem KJA Bericht dazu etwas gebloggt.

Nun ist das Problem, dass die FTb einerseits im Auftrag der Stadt agiert, aber auch andererseits die Belange der KTPs (manchmal auch _gegen_ die Stadt) vertreten muss (eigentlich müsste), was meiner Meinung nach einen Interessenskonflikt darstellt. Dies erklärt auch warum ein großer Teil der KTPs sich in einer Interessensgemeinschaft (IG Tagespflege Aachen) zusammengefunden haben. Anbei nun die Auflistung der Forderung der KTPs dieser IG.

  1. Umsetzung des gesetzlich verankerten Wunsch- und Wahlrechtes der Eltern
    Wir fordern identische Elternbeiträge für Kita und Kindertagespflege zur Umsetzung des Wunsch- und Wahlrechtes der Eltern.
  2. Vertretungsregelungen
    2 Jahre Probelauf im Rahmen eines Modellprojektes der beiden von der AG vorgestellten Vertretungsmodelle. Vertretungen sind immer dann möglich, wenn eine Tagespflegeperson verhindert ist.
  3. Kitaportal / Kindertagespflegeportal
    Die Kindertagespflege wird als gleichrangiges Angebot ins bestehende Kitaportal aufgenommen.
  4. Urlaubsregelung
    Analog der Anzahl der jährlichen Schließtage (ohne Samstage, Sonn- und Feiertage) (KiBiz §13e Abs.2) der Kindertageseinrichtungen („darf 30 Öffnungstage nicht überschreiten“) werden 30 Tage für Urlaub der TPP bezahlt.
    Die Urlaubsregelung erfolgt selbständig in Absprache mit den Eltern.
  5. Laufende Geldleistung
    Wir fordern eine stundengenaue Bezahlung der von den Eltern vertraglich gebuchten Stunden. Dabei ist die laufende Geldleistung nach Sach- und Förderleistung, wie vom Gesetzgeber vorgesehen, aufzuschlüsseln.
    Pro Stunde werden bis zu 5,50 € zzgl. der hälftigen Erstattung für die Sozialversicherungsbeiträge gezahlt. Der Stundensatz wird nach Qualifikation und Berufserfahrung gestaffelt. (siehe dazu https://www.duesseldorf.de/jugendamt/ipunkt/pflege/info/geldleistungen.shtml )
    Jährlich erfolgt eine Anpassung des Sachkostenanteils und der Förderleistung an die Teuerungsrate.
    Die Zahlung der Geldleistung erfolgt bis zum Vertragsende mit dem gesetzlichen Vormund.
  6. Eingewöhnungszeit
    In der Eingewöhnungszeit wird die normale laufende Geldleistung gezahlt.
  7. Fortbildungen
    Wir fordern eine freie Wahl der Fortbildungen. Pflichtstunden müssen im Kalenderjahr erbracht werden.
  8. § 22KiBiz: Verwandtschaft der TPP mit dem Tageskind
    Der Absatz 1.2.4 aus 1. Voraussetzungen aus den Richtlinien zur Gewährung der laufenden Geldleistungen wird gestrichen.
  9. Zusammenschlüsse
    Wir fordern die Aufhebung des Verbots „Zusammenschluss in privaten
    Räumen“.
  10. Betreuungszeiten
    Eine Anpassung der Betreuungsstunden ist nicht nur nach „unten“, sondern auch
    nach „oben“ jederzeit möglich.
  11. Anwesenheitslisten
    Die Anwesenheitslisten für die „5 + 3“-Regelung werden abgeschafft.
  12. Schlichtungsstelle
    Die Stadt richtet eine Schlichtungsstelle für Konflikte zwischen Tagespflegepersonen, Familiärer Tagesbetreuung e.V. und/ oder Eltern ein.
  13. NEU! Auch bei Ausfall der Kinder (Krankheit/ Urlaub) wird weiterhin die Betreuung bezahlt. (Gleichstellung Kita und KTP!)
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